Während drei Tagen versammelten sich die Auslandschweizer in St. Gallen zu ihrem 88. Kongress. In diesem Jahr stand die Frage der politischen Vertretung der Auslandschweizer im Zentrum der Debatten. Redner und Kongressteilnehmer beschäftigten sich anlässlich der Plenarsitzung vom Samstag mit diesem Themenkreis und entwarfen Lösungsvorschläge für eine effizientere politische Vertretung unserer rund 700'000 im Ausland lebenden Landsleute. Daneben erörterten sie auch die Frage, welchen Nutzen die Schweiz daraus ziehen könnte. Mit Ansprachen, Workshops, einer Podiumsdiskussion zwischen Bundesparlamentariern sowie einer Rede von Micheline Calmy-Rey gestaltete sich der Tag äusserst abwechslungsreich.
Heute Freitag begann in St. Gallen der 88. Auslandschweizer-Kongress. Den Auftakt zum Jahrestreffen der Fünften Schweiz bildete wie immer die Sommersitzung des Auslandschweizerrats (ASR), der die Interessen der rund 700'000 im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer vertritt. Der ASR verabschiedete bei dieser Gelegenheit einen Entwurf für ein alle Belange der Auslandschweizer umfassendes Bundesgesetz, der den Bundesbehörden vorgelegt werden soll. Das zweite wichtige Traktandum war die Präsentation von SwissCommunity.org, einer neuen Internetplattform, welche es den Ratsmitgliedern ermöglichen soll, ihre Rolle als Delegierte und Interessenvertreter der Auslandschweizer effizienter wahrzunehmen.
Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Komitees für Schweizer Schulen im Ausland (KSA) an die diesjährige Konferenz der Auslandschulen Anfang Juli in Chur. Der Kanton Graubünden, Patronatskanton der Schweizer Schule Mailand, stellte den Delegierten das Grossratsgebäude als Tagungsort zur Verfügung.
Fragen zur strategischen Ausrichtung der Schulen und des KSA sowie die anstehende Revision des Auslandschweizer-Ausbildungsgesetzes standen im Mittelpunkt der Diskussionen. Aber auch Herausforderungen und Best Practices aus dem Schulalltag tauschten die Leiter und Vorstände der Auslandsschulen mit grossem Engagement aus. Stehen doch auch sie zunehmend, wie die gesamte globalisierte Wirtschaftswelt, im internationalen Wettbewerb.
An unserem Nationalfeiertag schauen wir zurück, halten einen Moment lang inne und besinnen uns auf die Werte und Eigenschaften der Schweiz. Tradition und Bräuche werden am 1. August gelebt und die Verbundenheit mit unserem Land gespürt - ob innerhalb der Schweizer Grenzen oder fern der Heimat. All dies macht unseren Nationalfeiertag zu einem besonderen Anlass.