18.02.10 Haiti: Mehr als 51 Millionen Spendegelder

 


Einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti hat die Bevölkerung in
der Schweiz 51,3 Millionen Franken für die Betroffenen gespendet. Damit
wurden die 20 Millionen Spendenzusagen vom nationalen Sammeltag mehr als
verdoppelt. Und das Geld wird dringend benötigt: Bei der Katastrophe Mitte
Januar hatten mehr als 200'000 Menschen das Leben verloren und mindestens
300'000 wurden verletzt. Hunderttausende sind in improvisierten Zelt-Camps
untergebracht und die Regenzeit beginnt bald.


„Die Bevölkerung sieht dem Beginn der Regenzeit im April mit Sorge entgegen",
erklärt Alain Geiger, Projektverantwortlicher der Glückskette, „da immer noch
etwa eine Million Menschen obdachlos sind oder in Notunterkünften leben." Nach
der ersten Nothilfe richten sich die Helfer gezwungenermassen darauf ein,
langfristige Provisorien einzurichten, um die Menschen nun auch vor möglichen
Unwettern zu schützen, noch bevor der Wiederaufbau angepackt werden kann.


Die 16 Partnerhilfswerke vor Ort haben bereits tatkräftig mitgeholfen, die
Versorgung der Überlebenden mit dem Nötigsten zu sichern. Die Glückskette
führt mit ihnen regelmässige Koordinationssitzungen durch. In Anbetracht der
hohen Zahl der Betroffenen und des Ausmasses der Schäden werden die
Instandstellungen und der Wiederaufbau Monate und Jahre dauern.


Mit den bisher über 51 Millionen Franken ist dieser Betrag nach den
Sammlungen für die Opfer des Tsunami 2004 (227 Millionen Franken) und der
Unwetter in der Schweiz 2000 („Gondo", 74 Millionen Franken) das drittgrösste
Sammelergebnis in der Geschichte der Glückskette.

 


Spenden sind weiterhin erwünscht online auf www.glueckskette.ch oder auf das
Postkonto 10-15 000-6 (Vermerk «Haiti») - Einzahlungsscheine der Glückskette
liegen auf jeder Poststelle auf.

 


 

ASO

 
 

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