10.07.20 Die Auslandschweizer sagen Nein zur Begrenzungsinitiative

 


Der Auslandschweizerrat hat heute Freitag die Nein-Parole zur SVP-Initiative «Für eine massvolle Zuwanderung» beschlossen. Die Folgen einer Annahme wären für die Schweiz und insbesondere für die 460'000 in der EU lebenden Schweizerinnen und Schweizer eine Katastrophe.

 

Die 86 Delegierten aus aller Welt sprachen sich heute Freitag mit deutlichem Mehr gegen die von der SVP lancierten Begrenzungsinitiative aus. «Die Kündigung der bilateralen Abkommen hätte für die ganze Schweiz und insbesondere für die 460'000 Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die in einem Land der Europäischen Union (EU) leben einschneidende Folgen.», so Remo Gysin, Präsident der Auslandschweizer-Organisation. Mehr als 60 Prozent aller Auslandschweizerinnen und -schweizer wären betroffen.

 

Dank der Personenfreizügigkeit haben alle Schweizer die Möglichkeit in jedem EU-Land zu arbeiten und sich dort zu niederlassen. Die Annahme der Begrenzungsinitiative würde die Mobilität aller Schweizer stark einschränken und auch den Wirtschaftsstandort Schweiz grossen Schaden zufügen. Für Auslandschweizerinnen und -schweizer sind die geografische und berufliche Mobilität, die Koordination der Systeme der sozialen Sicherheit und das Recht, nach Beendigung ihrer beruflichen Tätigkeit in der EU zu bleiben, von grösster Bedeutung.