25.07.19 25. Juli 2019 - Vevey, Mittelpunkt der Welt

 


Pressemitteilung

Man nennt sie die «Fünfte Schweiz» oder den «27. Kanton», weil seine «Einwohner» 11 % der Schweizer Staatsbürger ausmachen. 760'200 Personen mit Schweizer Pass leben im Ausland. Sie tragen mehrsprachig und multikulturell zum Ansehen der Schweiz in allen Erdteilen bei. Die Confrérie des Vignerons (Bruderschaft der Winzer) widmet den 25. Juli 2019 der Fête des Vignerons den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern und macht Vevey einen Tag lang zum Mittelpunkt der Welt.

 

Die Delegation der Auslandschweizer-Organisation (ASO) – von der Eidgenossenschaft als offizielles Sprachrohr der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern anerkannt – setzt sich zusammen aus Vorstandsmitgliedern und 30 jungen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern aus allen Teilen der Welt sowie Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Sowohl die Organisation dieses den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern gewidmeten Tages als auch die Teilnahme eines Bundesrats zeigen, wie wichtig die im Ausland lebenden Landsleute für unser Land sind.

 

Im Verkostungsbereich der Plattform Lacustre werden entsprechend Weine von ausländischen Weinbergen in helvetischer Hand vorgestellt. «Die Auslandschweizer Winzer haben viele Bestmarken erreicht», betont Remo Gysin, Präsident der ASO, in seiner Ansprache. Ob sie nun einfach ihr Know-how eingebracht oder Pionierarbeit im Ausland geleistet haben: Die Schweizer Winzer haben Spuren auf allen Kontinenten hinterlassen und tun dies weiterhin. Dank der Zusammenarbeit zwischen der ASO und Swiss Wine Promotion können so Winzer aus verschiedenen Ländern ihre Weine vorstellen.

 

Wie wichtig dieser Tag auch für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ist, zeigt sich auch daran, dass viele bereits lange im Voraus ihr Ticket gekauft haben, um an diesem Tag teilnehmen zu können, und heute werden sie zahlreich in den Strassen von Vevey anzutreffen sein.

 

Im Wahljahr ist es umso wichtiger, an die Bedeutung der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zu erinnern. Ariane Rustichelli, Direktorin der ASO, bedauert in ihrer Rede, dass «die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst keine Möglichkeit der elektronischen Stimmabgabe haben werden. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass sich die Fünfte Schweiz weniger anstatt mehr beteiligen wird. Es handelt sich hierbei um einen enormen Rückschritt für die Schweizer Politik.»