11.09.14 PostFinance: Ein Universaldienst für die Auslandschweizer

 


Pressemitteilung

Der Nationalrat hat sich heute für die Beibehaltung der Bankbeziehungen zwischen Ausland­schweizern und PostFinance ausgesprochen. Damit gehört auch der Universaldienst in Verbin­dung mit den Zahlungsdiensten von PostFinance für die Auslandschweizer zu dem vom Bund erteilten Leistungsauftrag an die Post. Die Auslandschweizer-Organisation begrüsst diese Entscheidung, die einen Schritt in die rich­tige Richtung darstellt.

 

Der Nationalrat (NR) hat heute mit 126 zu 53 Stimmen bei 11 Enthaltungen und gegen den Willen des Bundesrats die Motion von Nationalrat Roland Rino Büchel (SVP/ SG) angenommen. Diese verlangt, dass der Bund den Grundversorgungsauftrag der Post auf den Zahlungsverkehr für die Auslandschweizer ausweitet.

 

Roland Rino Büchel, der auch Mitglied im Vorstand der Auslandschweizer-Organisation ist, erklärte nach der erfolgreichen Abstimmung im Rat, dass «dies ein wichtigen Schritt in Richtung Lösung eines bereits seit 2008 bestehen­den Problems ist. Es ist nicht akzeptabel, dass den im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizern, welche die Steuergesetze ihres Wohnsitzlandes einhalten, das Aufrechterhalten einer Bankbe­ziehung in der Schweiz verweigert wird. Dies betrifft - unabhängig von ihrem Wohnsitzland - potenziell alle 732'000 Auslandschweizer. Es ist wichtig, dass sie über ein Bankkonto in der Schweiz verfügen können, sei es um die AHV zu beziehen oder Zahlungen in der Schweiz zu leisten. Es ist für die Schweizer im Ausland sehr wichtig, dass sich der Ständerat dem Entscheid des Nationalrats anschliesst».

 

Es sei darauf hingewiesen, dass die Entscheidung des Nationalrats im Einklang mit der am 15. Au­gust in Aarau einstimmig verabschiedeten Resolution des Auslandschweizerrates (ASR), dem repräsentativen Gremium der Auslandschweizer, steht.