15.01.14 Initiative gegen Masseneinwanderung: Auch Auslandschweizer sind betroffen

 


Medienmitteilung

Angesichts der näher rückenden Abstimmung über die Initiative gegen Masseneinwanderung weist die Auslandschweizer-Organisation darauf hin, jedoch ohne eine Abstimmungsparole abzugeben, dass 427 000 der 715 000 Auslandschweizer in einem EU-Land leben. Sie sind daher direkt vom Ergebnis der Abstimmung am 9. Februar 2014 betroffen: Ein Ja könnte dramatische Folgen für sie haben.

 

Die Auslandschweizer, von denen mehr als die Hälfte in einem EU-Land lebt, sind von der Abstimmung über die Beschränkung der Masseneinwanderung, die am 9. Februar 2014 stattfindet, unmittelbar betroffen. Sie profitieren sehr direkt von der Personenfreizügigkeit, dank der sie eine Arbeitsstelle in einem EU-Land suchen und sich dort frei niederlassen können. Wichtig für die Auslandschweizer ist auch, dass ihre Studienabschlüsse automatisch anerkannt werden.

 

Über die möglichen Folgen eines Ja am 9. Februar kann man zwar im Augenblick nur spekulieren. Werden die Personenfreizügigkeitsabkommen in Frage gestellt, hätte dies sicher längerfristig negative Auswirkungen für die in einem EU-Land wohnhaften Schweizer. Die Gleichbehandlung von Schweizer Staatsbürgern und EU-Bürgern, welche derzeit die Norm ist, wäre nicht mehr garantiert.

 

Angesichts der Tatsache, dass die EU unser wichtigster wirtschaftlicher Partner ist, stellen die in diesen Ländern lebenden Landsleute ein grosses Potenzial für die Schweiz dar, kann sie doch auf ein umfangreiches Netzwerk aus Personen zurückgreifen, die direkt in die Realitäten der EU integriert sind. Es sind zudem Personen, die unsere politischen Systeme aus erster Hand erklären und unsere Interessen vertreten können.

 

 

 

Die Auslandschweizer-Organisation setzt sich seit 1916 für Auslandschweizer ein.    

 

Weitere Informationen

Auslandschweizer-Organisation (ASO)

Ariane Rustichelli

031 356 61 00

rustichelli@aso.ch; www.aso.ch